Roberto Ohrt, Wolfgang Scheppe:

The Most Dangerous Game Bd. 1 / Bd. 2

Der Weg der Situationistischen Internationale in den Mai 68 - Bd. 1 Dokumente / Bd. 2 Werke

IMD 464
2018
992 Seiten.
ISBN: 978-3-96273-019-2
Buch: ist angekündigt
Buch: 24,00 €

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IMD Internationale Marxistische Diskussion 464A und 464B (Bd. 1 Dokumente und Bd. 2 Werke) sind nur zusammen erhältlich.

Die Bücher erscheinen im Kontext der Ausstellung »The Most Dangerous Game« im Haus der Kulturen der Welt 27. September bis 10. Dezember 2018, kuratiert von Wolfgang Scheppe mit Roberto Ohrt und Eleonora Sovrani, auf Grundlage der Forschungsbibliothek des Arsenale Institute for Politics of Representation, Venedig.

Band 1 rekonstruiert zum ersten Mal vollständig die Bibliothèque Situationniste de Silkeborg, ein Konzept, das Guy Debord 1959 mit dem Maler Asger Jorn für dessen Museum in Dänemark skizzierte, aber nie verwirklichte. Mit einem 400-seitigen Abbildungsapparat in s/w.

Band 2 umfasst das Archiv der letzten Bilder, welches Werke aller Künstler und Künstlerinnen umfasst, die die erste Periode der Situationistischen Internationale bestimmten. Mit 60 Farbabbildungen.

Herausgeber: Wolfgang Scheppe
Texte: Wolfgang Scheppe, Roberto Ohrt
Bildredaktion: Eleonora Sovrani
Organisation: Marie Letz
Reprographie: Rita Fortin
Art Direction: Wolfgang Scheppe
Satz: Studio Daniel Rother
Umschlagentwurf: Studio Daniel Rother nach einem Entwurf von Jochen Stankowski, Dresden

The most dangerous game dokumentiert die Aktivitäten der Situationistischen Internationale, die von 1957 bis 1972 die Kritik an einer der Herrschaft der Ware unterworfene Gesellschaft radikalisierte. Dafür wird erstmals die Bibliothèque Situationniste de Silkeborg vollständig rekonstruiert, ein Konzept, das Guy Debord 1959 mit dem Maler Asger Jorn für dessen Museum in Dänemark skizzierte, aber nie verwirklichte. Im Hintergrund dieses Archivs kommt die künstlerische Produktion der Beteiligten zur Anschauung, denn die Situationisten fanden ihre Mitglieder zunächst im künstlerischen Milieu, distanzierten sich 1962 jedoch von dieser Praxis.

Diese zweibändige Ausgabe folgt dem Bruch mit der Kunst bis zum Mai 1968 in Frankreich, jener großen Revolte, an deren Vorbereitung die Situationisten wesentlich beteiligt waren.

Der Aufstand wurde zwar erstickt, aber die bürgerliche Gesellschaft modernisierte sich, eignete sich die Themen der revoltierenden Jugend an und unterwarf alle Bereiche des Lebens – auch die Sexualität – kapitalistischer Verwertung. Diese Eskalation der Warengesellschaft erkannte damals niemand anderes als die S.I. so klar als Gegenstand der Kritik einer revolutionären Bewegung.