Quentin Meillassoux:

Anzestralität – Korrelation – Faktualität

Schriften (2006-2012)

Übersetzt von Ronald Voullié.

IMD 408
160 Seiten.
ISBN: 978-3-88396-352-5
Buch: ist angekündigt
Buch: 15,00 €

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SPEKULATIONEN

Die Aufsätze aus den Jahren 2006-2012 bieten einen Querschnitt durch Quentin Meillassoux’s philosophische Theorie. Lässt sich das »Ding an sich« tatsächlich denken? Mit welchem Recht lässt sich einzig die Kontingenz als genau diese »Realität an sich« denken und sich als absolutes Prinzip, als »Prinzip der Faktualität«, artikulieren?
Ist es möglich, dass ausgerechnet der moderne Skeptizismus ein solches Prinzip implizit voraussetzt? Was würde es bedeuten, wenn Humes Problem, entgegen der üblichen epistemologischen Auflösung, eine ontologische Lösung zuließe, wenn die stabilen Naturgesetze auf einem unbeherrschbaren und gesetzlosen Chaos fußten? Wenn sich weder irgendeine bestimmte Realität noch die Naturgesetze verabsolutieren lassen, sondern nur ihr »Anders-Sein-Können« und »Nicht-Sein-Können«, ihr mögliches Werden, das sich keinem Kalkül mehr unterwerfen lässt, warum wird dann einigen scheinbar alternativlosen Gegensätzen, wie Atheismus und Theismus, der Boden unter den Füßen entzogen?

Quentin Meillassoux (*1967), Philosoph, lehrt an der Université Paris-1 Panthéon-Sorbonne.