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Merve Mobil
Pierre Klossowski - Kultische und mystische Ursprünge gewisser Sitten der Römischen Damen
195. Shin Takamatsu - ein Architekt aus Kyoto
Beiträge von Félix Guattari, Paul Virilio, Riichi Miyake und Shin Takamatsu
110 Seiten zahlr. Abb. 10,50 EUR ISBN 3-88396-127-2 Berlin 1995

Der Architekt und Urbanist Paul Virilio hat den japanischen Gegenwartsarchitekten Shin Takamatsu in Paris an der Ecole Spéciale d'Architecture zum ersten Mal in Europa ausgestellt. Der französische Psychiater und Philosoph Félix Guattari hat später in einem ausführlichen Aufsatz den Maschinen-Charakter von Takamatsus Architektur hervorgehoben:
Bruch mit der Symmetrie, Verschachtelung dezentrierter Formen, Trennung des Gebäudes in zwei unterschiedliche Stile, Aufstreben in einen leeren Himmel, okulare Strukturen, abgründige schlundartige Öffnungen. Der Band enthält einen Essay von Shin Takamatsu und ein Gespräch zwischen Riichi Miyake und Takamatsu.

Shin Takamatsu, 1948 in Shimane geboren, lebt und arbeitet in Kyoto. Seit 1992 unterhält er ein Büro in Berlin.
134. Jacob Taubes
Ad Carl Schmitt. Gegenstrebige Fügung

80 Seiten 6,50 EUR ISBN 3-88396-054-3 Berlin 1987

"... ist mehr als eine intellektuelle Autobiographie. Es ist das Fazit eines Streites, in welchem Heraklits `gegenstrebige Fügung' den `okkasionellen Dezisionismus' des politischen Theologen überlistet. Jenseits von Apologie und bloßer Destruktion, wird Taubes diesem Typus eines Dostojewskischen `Großinquisitors' vielleicht auf eine ganz grundsätzliche Weise gerecht." (Christoph von Wolzogen, Neue Zürcher Zeitung)

191. Jacob Taubes / 174. Niko Tenten / 206. James Tenney / 157. Tjebbe van Tijen / 189. François Tosquelles / 138. Alain Touraine 231. Alf Trenk / 265. Woody Vasulka
334. TIQQUN
Grundbausteine einer Theorie des Mädchens
180 Seiten 13 Euro ISBN 978-3-88396-271-9
Aus dem Französischen vom philologischen Arm der deutschen Sektion der PI (Parti Imaginaire).

Das Mädchen (la Jeune-Fille) ist die Gestalt, die Ewig-Weibliches und ewige Jugend in sich vereint. Seinen Ursprung hat es im Bankrott des von der totalen Kommerzialisierung überrannten Feminismus. Einzig fähig zu konsumieren (sowohl in der Freizeit wie bei der Arbeit), ist das Mädchen zugleich das luxuriöseste Konsumgut, das gegenwärtig in Umlauf ist: die Leit-Ware, die dazu dient, alle anderen zu verkaufen. Mit dem Mädchen wird Wirklichkeit, was sich nur die überdrehtesten Krämerseelen erträumten: die autonome Ware, die spricht und geht, die lebende Sache.
Doch woran erkennt man es? Zunächst daran, dass es ist, was es zu sein scheint, sonst nichts. Zum zweiten hat alles, was das Mädchen tut, etwas Professionelles an sich, da es seine gesamte Existenz als eine Frage des Managements betrachtet. Als Eigentümerin ihres Körpers, verkauft das Mädchen (»Sternchen«, Model, Reklame, Bild) seine »Verführungskraft« wie man einst seine »Arbeitskraft« verkaufte. Selbst seine Liebschaften sind Arbeit, und wie jede Arbeit prekär... Schließlich altert das Mädchen nicht, es verwest.

„Julien Coupat und seine Freunde können nicht die Autoren der in TIQQUN veröffentlichten Texte sein, weil diese in einer Zone angesiedelt sind, in der es unmöglich ist, zwischen Subjekt und Dispositiv zu unterscheiden, d.h. in der der Begriff des Autors jegliche Bedeutung verloren hat.“ Giorgio Agamben.
(www.bloom0101.org)
126. Paul Veyne
Aus der Geschichte

Übers. von Gustav Rossler 155 Seiten 6,- EUR ISBN 3-88396-046-2 Berlin 1986

"Feurig, voller Fleisch und Blut, versucht der Autor, ein Sachkenner ersten Ranges und von bester internationaler Reputation, auf keiner Seite den Eindruck zu erwecken, als stünde er 'objektiv' über den Dingen. Der kühne Professor für Römische Geschichte am Pariser Collège de France erzählt Geschichten aus der Geschichte: ...'wer heutzutage träumen will, liest Bücher über die Geschichte'." (Wilhelm Schmid, Süddeutsche Zeitung)

148. Paul Veyne / 171. Arnaud Villani
238. Paul Virilio
Die Kunst des Schreckens

Aus dem Französischen von Bernd Wilczek
79 Seiten 8,- EUR ISBN 3-88396-171-X Berlin 2001

Virilios Kunst des Schreckens ist ein provozierendes Pamphlet gegen die grauenvolle, die gnadenlose zeitgenössische Kunst. Es sei der Schrecken, der die Kunst des 20. Jahrhunderts so nachhaltig geprägt habe.

"Die erbarmungslose zeitgenössische Kunst ist nicht mehr schamlos, sondern sie hat sich die Schamlosigkeit der Schänder und Folterknechte, den Hochmut des Henkers zu Eigen gemacht."

fr / www.virilio.de
132. Paul Virilio
Ästhetik des Verschwindens

Übers. von Marianne Karbe und Gustav Rossler 135 Seiten 8,50 EUR ISBN 3-88396-052-7 Berlin 1986

"Virilios Ästhetik des Verschwindens stellt keine leichte Lektüre dar, doch das Buch dürfte dank seinem spekulativen und allgemeinen Raster bald zu den Standardwerken der modernen Kunst- und Kulturtheorie zählen." (Conradin Wolf, Kunst-Bulletin)

interview arch+
80. Paul Virilio
Fahren, fahren, fahren...

Übers. von Ulrich Raulff
95 Seiten 6,50 EUR ISBN 3-88396-000-4 Berlin 1978

"Man muß das Undenkbare denken. Alles andere ist der Mühe nicht wert. Man muß dort denken, wo es nicht geht, wo man nicht denken kann." (Virilio)
90. Paul Virilio
Geschwindigkeit und Politik.

Ein Essay zur Dromologie
Übers. von Ronald Voullié 200 Seiten 9,50 EUR ISBN 3-88396-010-1 Berlin 1980

"'Alles geht zu schnell.' Das neue Zeitalter, in das wir eingetreten sind, ist durch eine sich verselbständigende Beschleunigung hin zu absoluter Geschwindigkeit charakterisiert. Raum und Zeit werden sowohl in ihrer Wahrnehmung wie in ihrem Funktionieren neu organisiert." (Philippe Gavi, Libération)
165. Paul Virilio
Das irreale Monument.

Der Einstein-Turm
Aus dem Französischen von Hans-Horst Henschen 49 Seiten 5,50 EUR ISBN 3-88396-091-8 Berlin 1992

Der Einstein-Turm in Potsdam, 1921 von Erich Mendelsohn als astrophysikalisches Observatorium zum Beweis der Einsteinschen Relativitätstheorie gebaut, ist berühmt als eines der wenigen Beispiele expressionistischer Architektur. "Die Kenntnis der Maschine beeinflußt das architektonische Denken: Der Passagierdampfer, das Unterseeboot sind die Mobilitätsvorbilder einer tatsächlich veränderten, umgepolten Baukunst..."
177. Paul Virilio
Revolutionen der Geschwindigkeit

Aus dem Französischen von Marianne Karbe 72 Seiten 6,50 EUR ISBN 3-88396-108-6 Berlin 1993

Virilio ist der speedy unter den Denkern. Er unterscheidet drei Revolutionen der Geschwindigkeit:
- das Transportwesen im 19. Jahrhundert
- die Transmissions- oder Übertragungsmedien im 20. Jahr- hundert
- und die künftige Revolution der Transplantationen.
Der Band enthält zahlreiche Abbildungen aus der Technikgeschichte.

149. Paul Virilio
Die Sehmaschine

Übers. von Ronald Voullié
172 Seiten 10,50 EUR ISBN 3-88396-069-1 Berlin 1989

"Der Krieg der Objekte und Dinge wird durch den der Bilder, Signale und Töne ersetzt, bei denen nicht mehr ausgemacht werden kann, ob sie `echt' oder simuliert sind... `Es ist, als ob unsere Gesellschaft sich in die Nacht einer freiwilligen Erblindung stürzen würde und ihr Wille zur numerischen Macht schließlich den Horizont des Sehens und Wissens verdunkeln würde.'" (Florian Rötzer, Frankfurter Rundschau)
116. Paul Virilio / Sylvère Lotringer
Der reine Krieg

Gespräche
Übers. von Marianne Karbe und Gustav Rossler
175 Seiten 8 EUR ISBN 3-88396-036-5 Berlin 1984

"Virilio, der über ein enzyklopädisches Wissen verfügt, vermag weit entfernte Gebiete in Beziehung zueinander zu setzen und zu vermischen: Ballistik und Physik, Informatik und Ästhetik, Astronautik und Ethik. Das gibt seiner Reflexion ein faszinierendes Relief." (Fréderic Gaussen, Le Monde)

157. 191. 195. 265. 221. Paul Virilio / 240. Cornelia Vismann / 174. Sabine Vogel, Elke-Judith Wagner
306. Paul Virilio und die Künste
Mit Beiträgen von John Armitage, Marc Augé, Marina Grzinic, Claude Parent, Jürgen Ploog und anderen.

Herausgegeben von Peter Gente
180 Seiten 14 Euro ISBN 978-3-88396-240-5

Für Paul Virilio sind Kunst und Ästhetik zuallererst Wahrnehmung.

Er selbst nennt sich oft „war baby“. 1932 geboren, hat er als Kind den Krieg erlebt, ist 1941 mit seiner Familie dank der „kryptischen Architektur“ des Hauses der Gestapo von Nantes entkommen und hat 1944 den Bombenangriff der Alliierten auf Nantes überlebt. Folglich stehen Krieg, Geschwindigkeit, Unfall im Zentrum seines Tuns, das Malerei, Architektur, Essayistik, Ausstellungs- und Verlagstätigkeit umfasst.

Er entwarf mit seinem Freund und Kollegen Claude Parent die Kirche Sainte Bernadette du Banley in Nevers und gründete die École spéciale d’architecture Paris, an der er lange unterrichtete, bis er sich vom Lehrbetrieb zurückzog und ganz dem Schreiben hingab. 1980 veröffentlichte Merve das erste Buch von Virilio auf Deutsch „Fahren, fahren, fahren“ und 2006 entstand in Zusammenarbeit mit und am ZKM Karlsruhe das Kolloquium „Paul Virilio und die Künste“.

Besteht für die moderne und zeitgenössische Kunst die Möglichkeit, sich dem Diktat der Maschinen, Apparate und technischen Codes zu entziehen? Das Symposium und die Ausstellung im ZKM versuchten Antworten auf diese Frage zu finden. Das Buch versammelt die Beiträge der Referenten.
157. Von der Bürokratie zur Telekratie.
Rumänien im Fernsehen
298. Thomas Wagner
Licht im Schacht von Babel

ca. 248 Seiten 10 Abbildungen ca. 18,80 Euro ISBN 3-88396-232-5 ISBN NEU 978-3-88396-232-0

Hauptsache groß, Hauptsache auffällig, Hauptsache anders - so könnten die Maximen lauten, denen die Macher von Großausstellungen und Mega-Events nacheifern. Oft bleibt von ihnen nicht mehr im Gedächtnis haften als der Titel. Wie aber werden Ausstellungen wie die Kasseler documenta gemacht? Gibt es Kunstwerke, die sie mehr als andere prägen? Weshalb war die Skulptur nach der documenta 8 weniger erfolgreich als erwartet? War die documenta 9 nur ein Spektakel oder auch eine Ausstellung politischer Kunst? Hat die documenta 10 den Diskurs über die Kunst gestellt? Welche Art von Wissensproduktion durch Kunst hat die documenta 11 mit ihren zahlreichen Plattformen propagiert? Ist die Biennale von Venedig nach wie vor eine Leistungsschau der Nationen? Und was ist bei den Skulpturenprojekten in Münster aus einer unbequemen Kunst im öffentlichen Raum geworden?

Der Band versammelt Analysen des Phänomens der Großausstellung und Essays zur Kunst unter den Konditionen ihrer scheinbar grenzenlosen Freiheit. Im Zentrum stehen dabei die documenta in Kassel, die Biennale von Venedig und die Skulpturenprojekte Münster.

Thomas Wagner, geboren 1955, ist Kunstkritiker und Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie Honorarprofessor für Kunstwissenschaft an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Zuletzt ist von ihm der Band Freihändig. Wahrnehmungen der Kunst im Verlag Hatje Cantz erschienen.
241. Peter Weibel
Lebenssehnsucht und Sucht

89 Seiten 8,50 EUR ISBN 3-88396-174-4 Berlin 2002

Peter Weibel nimmt den Roman Kokain von Pitigrilli zum Anlass, einen essayistischen Streifzug durch die Drogenkultur zu unternehmen. Dabei trifft er auf Sigmund Freud, der die stimulierende Wirkung der Coca preist. Auch sein Kollege Otto Gross beschreibt einen gesteigerten Mitteilungsdrang, die Geläufigkeit der Worte, die Klarheit der Gedanken. Die Akteure der Rock- und Popkultur greifen zu Opium, Kokain, Haschisch und Heroin, um ihre Sinnesdatenverarbeitung auf der Höhe der Zeit zu halten. In Wirklichkeit sind Leid und Lebenssehnsucht die Energie, die sie alle zu Code-Brechern werden lässt.

Weibel liefert dazu ein kleines Wörterbuch der Drogensprache, in der sich Neger-, Sucht-, Jazz- und Popslang mischen. Denn im Herzen der Subversion steht die Lebenserweiterung gegen die tödliche Lebensmüdigkeit.

146. 157. 280. 158. 161. Peter Weibel / 193. Kurt Weidemann, Ute Wassermann
265. 05-03-44: Liebesgrüsse aus Odessa
für/for/à Peter Weibel (Festschrift)

hrg. von Ecke Bonk, Peter Gente. Margit Rosen
269 Seiten. 15,- EUR ISBN 3-88396-199-X Berlin/Karsruhe 2003

Beiträge von Art&Language, Jean-Baudrillard, Hans Belting, Anna und Bernhard Blume, Elisabeth Bronfen, Günther Brus, Roger L. Conover, Teri und Hubert Damisch, Edith Decker, Hans-H. Diebner, Loys Egg, Gregor Eichinger, Olafur Eliasson, Peter Fend, Johannes Goebel, Boris Groys, Birgit Hein, Wilhelm Hein, Max Hollein, Brigitte Huck, Franz Kaltenbeck, Georg Kargl, Martin Kippenberger, Friedrich Kittler, Jürgen Klauke, Knowbotic Research, Peter Kogler, Bruno Latour, Johann Gerhard Lischka, Thomas Locher, Thomas Macho, Friederike Mayröcker, Laurent Mignonneau, Peter Noever, Hans-Ulrich Obrist, Oswald Oberhuber, Heidi Paris, Wolfgang Prix, David Reed, Ulrike Rieger, Gerwald Rockenschaub, Otto. E. Rössler, Reimara Rössler, Nils Röller, Gerhard Rühm, Michael Saup, Hans Scheugl, Werner Schimanovich, Ralph Schilcher, Kuno Schmitt, Jeffrey Shaw, Peter Sloterdijk, Christa Sommerer, Friedrich Stadler, Haim Steinbach, Christa Steinle, Harald Szeemann, Monika Treut, Ingrid Truxa, Woody Vasulka, Paul Virilio, Auwrence Weiner, Susanne Widl, Ingrid Wiener, Manfred Wolff-Plottegg, Erwin Wurm, Melita Zajc, Anton Zeilinger, Siegfried Zielinski, Slavoj Zizek

besondere Empfehlung der Sachbücher des Monats 12/2004 - sz / ndr - durch Wolfgang Hagen
204. Westbam /Rainald Goetz
Mix, Cuts & Scratches

159 Seiten 10,50 EUR ISBN 3-88396-136-1 Berlin 1997

Westbam spricht. - In eigenen Texten, im Interview mit Rainald Goetz. Es geht um die Kunst, die Arbeit, die Praxis, die Musik, das Leben des DJ. Gedanken, Anekdoten, Aufgesprochenes, Gefundenes und Ausgedachtes. Mix, Cuts & Scratches.
158. Oswald Wiener
Probleme der Künstlichen Intelligenz

159 Seiten 9,50 EUR ISBN 3-88396-078-0 Berlin 1990
Perspektiven der Technokultur Hg. Peter Weibel, Institut für Neue Medien an der Städelschule

Oswald Wiener ist im deutschsprachigen Raum der einzige Schriftsteller von Rang, der sich schon seit Ende der 50er Jahre mit Fragen des maschinellen Denkens und Verstehens beschäftigt. Der Entwurf seines Bioadapters Mitte der 60er Jahre antizipierte die Datenanzüge von heute, die Mensch-Maschine-Interfaces von Cyberspace und die Geistreisen in den virtuellen Welten.

War Wittgensteins Traktat "ein metaphysisches Gedicht über die Aussagenlogik" (Georg Kreisel), so ist Wieners Text eine Metaphysik der Turing-Maschine. Gerade aus der Selbstbeobachtung heraus, diesem Tabu der wissenschaftlichen Methodik des 20. Jhdts., wirft er einen Blick auf die (T-)Maschinen im Geist, statt auf den Geist in der Maschine.

Je besser und klarer wir etwas verstehen, umso mehr wird dieses etwas durch eine Maschine darstellbar.

266. Roger Willemsen / 220. 222. Drachensaat Frank Wulf
305. Wörterbuch des Krieges / Dictionary of War
Herausgegeben von Multitude e.v. und Unfriendly Takeover
Zweisprachige Ausgabe (Deutsch / Englisch).
342 Seiten 19 Euro ISBN 978-3-88396-239-9

„Begriffe erschaffen heißt zumindest, etwas tun.“ Die Idee eines Wörterbuchs des Krieges bezieht sich zuerst auf die von Deleuze und Guattari vorgeschlagene Theorie der Begriffsbildung: Begriffe müssen erfunden, erschaffen, hergestellt werden; Begriffe verweisen auf Probleme, ohne die sie keine Wirkung entfalten könnten. Es geht um Polemik in mehrfacher Hinsicht: Zum einen um eine Streitkunst, die die Auseinandersetzung mit einer Wirklichkeit sucht, die davon geprägt ist, Machtverhältnisse eher zu verschleiern, je mehr über Krieg und Frieden geredet wird. Zum anderen gilt es auszumachen, inwieweit Krieg als „Analysator von Machtverhältnissen“ (Foucault) taugen kann, die die gegenwärtigen Umbrüche ausmachen.

Das Wörterbuch des Krieges ist eine kollaborative Plattform zur Herstellung von Begriffen. Unter www. woerterbuch deskrieges.de finden sich 100 Begriffe zum Thema Krieg dokumentiert, die in vier öffentlichen, jeweils zweitägigen Veranstaltungen in Frankfurt, München, Graz und Berlin in den vergangenen zwölf Monaten von Wissenschaftlern, Künstlern, Theoretikern und Aktivisten gebildet, präsentiert und veröffentlicht wurden. Die Beiträge im vorliegenden Band bilden eine eigenständige Ergänzung und Erweiterung dieser bereits erarbeiteten 100 Begriffe.
191. You Can't Judge a Book by its Cover
175. Hanns Zischler
Tagesreisen

121 Seiten 8,50 EUR ISBN 3-88396-106-X Berlin 1993

"Tagesreisen" war das Stichwort für den WestBerliner mit einem Tagesvisum in die DDR: Reisen mit Bus und Untergrundbahn, Spaziergänge in Berliner Straßen, Reisen in die Kindheit im Osten. "Die in diesem Band zusammengestellten Texte sind Beobachtungen eines Reisenden, Wahrnehmungen aus der Bewegung. Flüchtige Augenblicke hält der Autor mitunter wie ein Sammler fest. Rares, Ungleichzeitiges, wie gesprochene Worte, die nicht mehr in Umlauf sind, wie der Klang einer Solovioline in den Métrogängen der Pariser Station 'Châtelet`, wie eine Aufschrift in der Schönhauser Straße in Berlin kurz nach der Maueröffnung." (Jörg Becker, Radio Bremen)

191. 174. Hanns Zischler
161. Slavoj Zizek
Liebe Dein Symptom wie Dich selbst!

Jacques Lacans Psychoanalyse und die Medien
140 Seiten 9,50 EUR ISBN 3-88396-081-0 Berlin 1991

Perspektiven der Technokultur Hg. Peter Weibel, Institut für Neue Medien an der Städelschule "'Die Wahrheit entspringt dem Verkennen' .. Die psychoanalytisch motivierte Arbeit Zizeks läßt die Filme Hitchcocks, ebenso wie beispielsweise Ridley Scotts Alien oder Antonionis Blow Up, Comics, Science Fiction Stories und B-Movies hauptsächlich auf Lacansche Ideen treffen und zwar gewinnbringend für beide Seiten." (Heaven Sent 1, Juni 1991)

film / nachdemfilm / 265. Slavoj Zizek